[Buchrezension] Nr. 13

Zur Rezension habe ich mich für den neuen Thriller von Laura Wulff entschieden, der ein ziemlich heikles Thema behandelt.

Buchrezension* „Nr. 13“ von Laura Wulff

Nr.13
  • Verlag: Mira Taschenbuch
  • Seiten: 368 Seiten broschiert (Taschenbuch)
  • Preis: 8,99 Euro
  • ISBN: 978-3-86278-870-5
  • Genre: Thriller
  • Beim Verlag selbst hier bestellbar

Klappentext:„Er trug die Kutte eines Mönchs …“, so beschreibt die verwirrte alte Frau den Mörder, den sie in der gegenüberliegenden Wohneinrichtung für rehabilitierte Sexualstraftäter beobachtet haben will. Einzig mit dieser Aussage kann der Kölner Kriminalkommissar Daniel Zucker – nach einem Unfall, der ihn an den Rollstuhl fesselte, wieder frisch im Dienst – jedoch nicht anfangen zu Ermitteln, ohne einen Eklat zu verursachen. Als Zeichnerin zu dem Fall hinzugezogen, stößt seine Frau Marie auf Hinweise, die ihren Chef in Verbindung mit den Straftätern bringen. Währenddessen beschließt Maries Cousin Ben, um Daniel zu helfen und seine eigenen Dämonen zu besiegen, das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen. Wird es ihm gelingen, etwas über den Mord zu erfahren, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu bringen?

Meine Meinung: Das Buch war für mich von Anfang an sehr schwierig zu Lesen. Ich dachte, es handelte sich erst um einen offenen Vollzug einer Irrenanstalt. In der ein paar gefährliche Patienten hausen und innerhalb dieses Vollzugs mysteriöse Verbrechen geschehen. Vollkommen falsch, hier geht es um rehabilitierende Pädophile, die in einer Wohngemeinschaft zusammen leben. Diese können sonst nirgendwo unterkommen, da sie wegen ihrer Vergehen von der Gesellschaft geächtet werden. Meiner Meinung zurecht, denn das ist kein harmloses Delikt. Als Elternteil habe ich selbst schon Probleme mir Filme anzusehen, in denen Kinder unter den Opfern zählen. Beim Stichwort Pädophilie ist es eigentlich ganz aus mit diesem Thema. Damit will sich nicht unbedingt jeder beschäftigen, obwohl es das sollte.

Bei den ersten Zeilen des Buches wurde mir ganz schön anders. Die Autorin erzählt nämlich haarklein, was sich in der Gedankenwelt eines kleinen Jungen abspielt, der als Opfer eines Pädophilen auserkoren wurde. Ich fand das sehr brutal. Mir drehte sich dabei wirklich der Magen um und wäre es real würde ich den Verbrecher am liebsten erschlagen. Wie kann man so etwas einem Kind antun? Ein schwieriges Thema und sollte jedem nahe gehen und interessieren. Dahingehend sollten heutzutage die Gesetze dringend angepasst werden. Zu schärferen Strafen bzw. die Täter sollen bis an ihr Lebensende weggesperrt werden. Muss sowas allerdings unbedingt in einem Thriller aufgearbeitet werden? Meiner Meinung nach ja, auch wenn es den Hass gegen solche Sexualstraftäter schürt.

Allerdings, wie es während des Romans geschieht, kann es auch wirklich Unschuldige treffen. Besonders kleine Kinder kennen meist nicht den Unterschied, ob ihnen was böses angetan wurde oder nicht. Pädophilie sollte niemanden kaltlassen, es wird anscheinend von der Regierung als nicht so schlimm abgetan. Anders können die laschen Gesetze bzw. der unzureichenden Betreuung der Opfer nicht erklärt werden.

Immer ein sehr aktuelles Thema, indessen viele Behörden verwickelt sind. Die solche Verbrechen gar nicht richtig aufklären wollen bzw. auf Warnhinweise nicht reagiert haben. So wäre schlimmeres bestimmt verhindert worden. Vermittelt ein ungutes Gefühl.

Selbst wenn der Thriller mir persönlich zu brutal erscheint und mich schockiert, beschönigt Laura Wulff wirklich nichts. Das rüttelt vielleicht viele auf, endlich dieses Thema ernst zu nehmen. Dann würden solche lange Diskussionen wohl nicht entstehen, wann z.B. Kinderfotos pornografisch sind,…

Meine Wertung:

Ein gelungener Thriller zu einem ständig aktuellem Thema, aber nichts für Zartbesaitete.

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[Buchrezension] Die Kolonie

Eine weitere Buchrezension aus einem Themengebiet, wovon ich als Teenager nicht genug bekommen konnte. Horrorthriller à la Stephen King.

Buchrezension* „Die Kolonie“ von A.J. Colucci

Die Kolonie
  • Verlag: Mira-Taschenbuch
  • Seiten: 300 Seiten broschiert
  • Preis: 9,99 Euro
  • ISBN:978-3-86278-823-1
  • Genre: Horrorthriller
  • hier bestellbar

Klappentext: Eine Serie bizarrer Todesfälle versetzt New York City in Angst und Schrecken. Die Opfer sterben qualvoll – nach Angriffen einer unbekannten Ameisen-Art.
Paul O’Keefe, berühmter Wissenschaftler und Pharmakonzernberater, wird vom Bürgermeister der Stadt beauftragt, sich der Sache anzunehmen und steht vor einem Problem: Die Tiere breiten sich rasend schnell aus und sind nahezu unverwundbar. Um ihm zu helfen, lässt er Kendra Hart, Ameisenexpertin und ehemalige Öko-Aktivistin, einfliegen.

Meine Meinung:

Ein Stephen King Roman ist es zwar nicht, aber er kann sich ganz gut messen damit. Ganz am Anfang im Prolog wird kurz erklärt was eigentlich im Vorfeld der Geschichte geschieht. Ein Doktor setzt eine riesige Ameisenkönigin auf einem normalen Ameisenhügel aus und bringt sich danach um. Die eigentliche Geschichte beginnt dann ganz harmlos in New York City als ein Professor einen seiner Schüler erwischt als er sein Rad klauen will und er dann ganz froh ist wieder in seinem ruhigen Apartment zu sein. Hier glaubt man ganz kurz er wäre die Hauptfigur, nachdem dieser aber von Ameisen überrascht wird. Ein komisches Gefühl kommt auf und  ich hoffe instinktiv, dass er sich aus dieser Situation heil heraus schafft. Besonders, weil er auf ein Baby aufpassen muss. Aber weit gefehlt, anscheinend wird er das erste Opfer der Kolonie, die aus einer Mischung von Feuer- und Treiberameisen besteht.

Hier wird haarklein erzählt was diese Ameisen mit dem armen Professor anstellen und das lässt mich erschaudern (z.B. Löcher in die Füße).  Ich hoffe doch so was passiert nicht in Wirklichkeit. Einen so schrecklichen Tod zu ereilen, das wünscht sich keiner.  Zum Glück wurde in dieser Geschichte das Baby nicht miteinbezogen, sonst hätte es mir den Roman gleich von Anfang an vermiest. Bekannt aus einem ähnlichen Film, indem auch ein Baby vorkam. Da drehte sich mir schon der Magen um. Komischerweise seit ich Mutter geworden bin, kann ich sowas nicht mehr ausstehen. Falls wehrlose Babys und kleine Kinder in Filmen oder auch Büchern einen tragischen Tod finden. Nee, der Gedanke allein daran. Muss nicht sein.

Wie es so ist, kurz darauf werden einige Spezialisten dazugerufen, die eine Lösung für das Problem finden sollen. Denn diese neue Gattung von Riesenameisen ist sehr widerstandsfähig. Für das, wer hätte das gedacht, wiedermal das Militär verantwortlich ist und noch ein paar Terroristen. Unter den Spezialisten befinden sich die Entomologen Paul O`Keefe und Kendra Hart, die gezwungenermaßen wieder zusammenarbeiten. Die beiden waren sogar mal ein Ehepaar und gegenseitige Vorwürfe und kompromisslose Diskussionen trieben sie auseinander. Aber eine Notsituation schweißt meist auch wieder zusammen. Am Ende wird es dann doch noch gut.

Ein wahrer Horrorthriller schlecht hin. Mir kommt das Gruseln, wenn ich nur denke, das könnte vielleicht wirklich passieren. Es gibt verschiedene Szenen mit den Opfern, wie sie um ihr Leben kämpfen. Und wieder die Spezialisten, die im Rennen gegen die Zeit eine Möglichkeit suchen um die Ameisen loszuwerden. Dabei verschont uns die Autorin nicht, sie erklärt detailliert was mit den Opfern geschieht und was diese gerade in diesem Moment denken, wenn sie wissen es ist mit ihrem Leben bald vorbei. Genau dieser Erzählstil erinnert mit doch irgendwie an den Stephen King selbst, denn dieser beherrscht das gekonnt.

Wie es laut Aufkleber auf dem Deckel heißt, soll der Thriller etwas Stephen King Fans sein. Das kann ich definitiv bejahen. Ich freue mich über weitere Romane von der Autorin. Stephen King wird auch nicht jünger und ich denke, sie könnte eine gute Nachfolgerin sein.  Zum Kauf des Buches findet nicht nur das Genre bei mir gefallen, sondern auch das schön gestaltet Cover. Die beiden Wörter „Die Kolonie“ beispielsweise wurde aus Ameisen gestaltet, vermittelt den Eindruck das die Ameisen darauf wirklich leben und sich gerade zu einem Angriff formieren. Wirklich gut gemacht. Selbst das Spiegelbild von New York, das auf dem Kopf der vergrößerten Ameise wiederzufinden ist, deutet daraufhin, dass sie diese Stadt erobern wollen.

Was haltet ihr von dem Buch? Seit ihr Fans von Stephen King? Findet ihr das gut, das es wahrscheinlich schon eine Nachfolgerin gibt?

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[Buchrezension] Gesetze der Lust

Unter der geheimnisvollen Frage“ Wer ist Nora?“ suchte Blogg dein Buch nach Rezensenten, die über ein Buch schreiben wollen über das sie, außer der Frage und einem Video, gar nichts wissen. Im Video werden unter anderem nur eine Frau, Peitsche und Handfesseln gezeigt mehr nicht. Für mich klar – das wird ein Erotikroman mit BDSM Anteilen sein. Also bewarb ich mich.

Buchrezension* „Gesetze der Lust“ von Tiffany Reisz

Gesetze der Lust

Verlag: Mira Taschenbuch / Cora Verlag

  • Seiten: 464
  • Preis: 9,99 Euro
  • ISBN: 978-3862788071
  • Originaltitel: The Angel
  • Genre: Erotikroman

Klappentext: Gemeinsam mit ihrem dominanten Lover, dem Priester Søren, lebt Nora ihre dunklen Fantasien hemmungslos aus. Als eine Reporterin beginnt, in Sørens Privatleben herumzuschnüffeln, schickt er Nora aufs Land. Dort soll sie sich bei seinem Freund, dem Playboy Griffin, verstecken und gleichzeitig den bisexuellen Michael als Sklaven ausbilden. Bei der fesselnden Aufgabe, dem attraktiven Gastgeber und dem verlockend unschuldigen Schüler muss Nora in ihrem Exil plötzlich an etwas ganz anderes denken. Kann es noch größere Lust bedeuten, ihre eisernen Regeln zu brechen?

Meine Meinung: Wer ist Nora? Nora ist eine der Hauptfiguren in diesem Buch und ein Switcher. Das heißt, sie kann sowohl devot wie dominant sein (Sub und Dom). Sie blickt über eine langjährige BDSM Beziehung mit Soren zurück. Dieser ist übrigens ca. 15 Jahre älter als sie, ein Priester und hat sie BDSM näher geführt. Wie grotesk. Außerdem ist er ein einflussreicher und bekannter Dom. Ich weiß leider nicht viel über BDSM. Nur das was aus der Erotikliteratur bekannt ist, allen voran Shades of Grey. Wie es da in wirklich abläuft, darüber kann ich wirklich keine Aussage machen. Vieles empfinde ich als heftig wie das Blood Play. Wow, da muss diejenige Person,  sehr viel Vertrauen zu ihrem Partner haben. Wer sich nicht unter Kontrolle hat, da kann so ein Spielchen wohl sehr schnell ins Auge gehen.

Was ich mich Frage sind manche BDSMler wirklich so sexbesessen? Ich denke da an diesen Protagonisten Griffin, der ständig nur das eine im Kopf hat. Dort verbringt Nora den Sommer mit ihrem Schützling Michael, den sie als Sklaven bzw. Sub ausbilden soll.  Nora hat doch dort keine ruhige Minute für sich. Ok ich denke sie will das auch nicht anders, denn als Probleme in der Gemeinde von Soren auftauchen. Muss sie leider abtauchen, um der Pressereporterin nicht brisantes Futter zu liefern. Sonst wäre es schnell aus mit Sorens Berufung als Priester und nicht nur das, er würde auch noch exkommuniziert. Das wäre das Schlimmste, was ihm passieren könnte und das will sie definitiv nicht. Hier denke ich mir wieder warum dürfen bei der katholischen Kirche Priester, Bischöfe etc. keine Frauen oder andere geliebte Menschen haben? Sexuell enthaltsam leben, nicht bei allen klappt das. Was ist da so schlimm daran? Sollen die doch machen was sie wollen. Die Vergangenheit hat ja gezeigt was passiert, wenn man jemanden das versagt.

Mein Fazit: Je mehr man in die Geschichte eintaucht, desto mehr erfährt man über die Protagonisten. Beispielsweise wie Nora zu ihrem Lebensstil fand. Nur dachte ich immer, irgendwas fehlt. Klar das ist nicht das erste Buch mit Nora und Soren. Es sollen sogar insgesamt 4 Teile sein. Muss ich mich doch mal in den 1. Teil hineinlesen. Einer der für mich heftigeren BDSM Romane, vor allem das Blood Play. Was mir auf die Nerven geht, Griffin denkt ständig nur an das eine. Ich möchte mehr über ihn erfahren, warum er so ist. Mir wäre das ehrlich gesagt zu viel, wenn mir ständig einer hinterherrennen würde.

Warum müssen eigentlich die meisten Protagonisten immer schön, reich und alle Zeit der Welt haben um ihrer Neigung nachzugehen? Ich denke nicht das in der Realität es so umsetzbar wäre. Na ja wo der Wille ist, ist auch bekanntlich ein Weg. Klar sollte dann schon etwas Fiktion dabei sein, sonst würde die Bücher wohl niemand lesen. An diesen Büchern erkenne ich das BDSM inzwischen gesellschaftsfähig geworden ist. Außer vielleicht im hintersten Hinterland Deutschlands. Uups da wohne ich auch. Hier sehen einem die Leute schon komisch an, nur wenn jemand in schwarz herumläuft. Wer diesen Lebensstil leben möchte, der soll es tun. Leider gibt es immer Außenstehende, die es einfach nicht verstehen. Da wären mehr Aufklärungsbücher wünschenswert.

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