[Buchrezension] Wo Wölfe heulen

Buchrezension*: Wo Wölfe heulen

Wo Wölfe heulen
  • Verlag: Books on Demand
  • Autor: Helmut Wirfler
  • Seiten: 328 Paperback
  • Preis: 24,80 Euro
  • ISBN: 9783837039849

Klappentext:

Es sollte nur ein Urlaub sein. Der Autor wollte sich den lange gehegten Wunsch erfüllen: Einmal im Leben nach Kanada.Als er das Land zum ersten Mal betrat, wusste er nicht, was ihn erwartete. Nachdem er einige Provinzen durchquert hatte, kam er in den Yukon – und das große, weite Land sollte ihn nie mehr los lassen.Im Nordwesten des Landes entwickelte sich seine Sehnsucht nach unberührter Natur, nach Wildnis, Ruhe, Abenteuer und Freiheit.

Meine Meinung: Ich war ja schon immer fasziniert von Kanada und manchmal denkt man doch ans Auswandern, wenn man Berichte oder die Bilder vom Land so im Fernsehen sieht. Aber, das, was darin gezeigt wird, ist nicht das wie das Leben dort wirklich ist. Ich verband eigentlich Kanada immer mit Schnee und Kälte, was es eigentlich nicht ist. Dort gibt es genauso unterschiedliche Jahreszeiten und wie bei uns. Nach dem Durchstöbern eines neuen Lesestoffs ist mir dieses Buch ins Auge gestochen und hat mich sofort angesprochen. Ein Erlebnisbericht eines Mannes und seiner Frau. Er folgte seinem Traum, einmal im Leben Kanada in natura zu erleben. Eigentlich sollte es nur ein Urlaub werden letztendlich wurden es sogar 10 Jahre mit Unterbrechungen in der Wildnis am Yukon. Der Autor des Buches hat quasi sein Leben in der „zivilisierten“ Welt gegen eines in der harten Welt getauscht. Durch ihn erlebt man die anderen Seiten Kanadas kennen, die nicht in einem Reiseführer stehen. Als ob man wirklich dabei gewesen wäre taucht man mit ihm in eine völlig andere Welt ein. Es ist Wahnsinn mitzuerleben, wie sich der Autor mehr und mehr in dieses Land verliebt und doch länger bleibt als er es eigentlich vorhatte. Er durchlebt das was vielen Touristen, die nur ein paar Wochen ihren Urlaub verbringen, verborgen bleibt. Er legt beispielsweise tausende von Kilometern nur im Kanu zurück. Wer von sich würde sich das trauen. Ich jedenfalls nicht. In seinem Buch beleuchtet er gut Vor – und Nachteile beider Lebensweisen.

Mein Eindruck: Menschen, die mit dem Auswandern nach Kanada liebäugeln würde ich auf jeden Fall zum Kauf dieses Buches raten. Viele Bedenken einfach nicht die Berichte im Fernsehen meist geschönt sind und nicht das wahre Leben zeigen. Sich nur darauf zu verlassen ist ein Trugschluss. Daher sollte man vorher sich richtig über das Leben in Kanada informieren und ein paar Mal im Jahr dort Zeit verbringen, bevor man sich für so eine großer Schritt entscheidet. Selbst der Autor erlernte vieles nur durch seine eigenen Erfahrungen in der Wildnis oder von den Einheimischen dort.

Würdet ihr nach Kanada auswandern? Würdet ihr euch trauen euer jetziges Leben gegen eins in der Wildnis zu tauschen?

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[Buchrezension] Nr. 13

Zur Rezension habe ich mich für den neuen Thriller von Laura Wulff entschieden, der ein ziemlich heikles Thema behandelt.

Buchrezension* „Nr. 13“ von Laura Wulff

Nr.13
  • Verlag: Mira Taschenbuch
  • Seiten: 368 Seiten broschiert (Taschenbuch)
  • Preis: 8,99 Euro
  • ISBN: 978-3-86278-870-5
  • Genre: Thriller
  • Beim Verlag selbst hier bestellbar

Klappentext:„Er trug die Kutte eines Mönchs …“, so beschreibt die verwirrte alte Frau den Mörder, den sie in der gegenüberliegenden Wohneinrichtung für rehabilitierte Sexualstraftäter beobachtet haben will. Einzig mit dieser Aussage kann der Kölner Kriminalkommissar Daniel Zucker – nach einem Unfall, der ihn an den Rollstuhl fesselte, wieder frisch im Dienst – jedoch nicht anfangen zu Ermitteln, ohne einen Eklat zu verursachen. Als Zeichnerin zu dem Fall hinzugezogen, stößt seine Frau Marie auf Hinweise, die ihren Chef in Verbindung mit den Straftätern bringen. Währenddessen beschließt Maries Cousin Ben, um Daniel zu helfen und seine eigenen Dämonen zu besiegen, das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen. Wird es ihm gelingen, etwas über den Mord zu erfahren, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu bringen?

Meine Meinung: Das Buch war für mich von Anfang an sehr schwierig zu Lesen. Ich dachte, es handelte sich erst um einen offenen Vollzug einer Irrenanstalt. In der ein paar gefährliche Patienten hausen und innerhalb dieses Vollzugs mysteriöse Verbrechen geschehen. Vollkommen falsch, hier geht es um rehabilitierende Pädophile, die in einer Wohngemeinschaft zusammen leben. Diese können sonst nirgendwo unterkommen, da sie wegen ihrer Vergehen von der Gesellschaft geächtet werden. Meiner Meinung zurecht, denn das ist kein harmloses Delikt. Als Elternteil habe ich selbst schon Probleme mir Filme anzusehen, in denen Kinder unter den Opfern zählen. Beim Stichwort Pädophilie ist es eigentlich ganz aus mit diesem Thema. Damit will sich nicht unbedingt jeder beschäftigen, obwohl es das sollte.

Bei den ersten Zeilen des Buches wurde mir ganz schön anders. Die Autorin erzählt nämlich haarklein, was sich in der Gedankenwelt eines kleinen Jungen abspielt, der als Opfer eines Pädophilen auserkoren wurde. Ich fand das sehr brutal. Mir drehte sich dabei wirklich der Magen um und wäre es real würde ich den Verbrecher am liebsten erschlagen. Wie kann man so etwas einem Kind antun? Ein schwieriges Thema und sollte jedem nahe gehen und interessieren. Dahingehend sollten heutzutage die Gesetze dringend angepasst werden. Zu schärferen Strafen bzw. die Täter sollen bis an ihr Lebensende weggesperrt werden. Muss sowas allerdings unbedingt in einem Thriller aufgearbeitet werden? Meiner Meinung nach ja, auch wenn es den Hass gegen solche Sexualstraftäter schürt.

Allerdings, wie es während des Romans geschieht, kann es auch wirklich Unschuldige treffen. Besonders kleine Kinder kennen meist nicht den Unterschied, ob ihnen was böses angetan wurde oder nicht. Pädophilie sollte niemanden kaltlassen, es wird anscheinend von der Regierung als nicht so schlimm abgetan. Anders können die laschen Gesetze bzw. der unzureichenden Betreuung der Opfer nicht erklärt werden.

Immer ein sehr aktuelles Thema, indessen viele Behörden verwickelt sind. Die solche Verbrechen gar nicht richtig aufklären wollen bzw. auf Warnhinweise nicht reagiert haben. So wäre schlimmeres bestimmt verhindert worden. Vermittelt ein ungutes Gefühl.

Selbst wenn der Thriller mir persönlich zu brutal erscheint und mich schockiert, beschönigt Laura Wulff wirklich nichts. Das rüttelt vielleicht viele auf, endlich dieses Thema ernst zu nehmen. Dann würden solche lange Diskussionen wohl nicht entstehen, wann z.B. Kinderfotos pornografisch sind,…

Meine Wertung:

Ein gelungener Thriller zu einem ständig aktuellem Thema, aber nichts für Zartbesaitete.

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[Buchrezension] Das Leiden einer jungen Ebay-Verkäuferin

Vor kurzem las ich ein witziges Buch von der Autorin Romy Fischer, dass mich doch über das ein oder andere Nachdenken ließ.

Romy Fischer

Buchrezension*: Das Leiden einer jungen Ebay-Verkäuferin

  • Verlag: Books on Demand
  • Seiten: 92 Paperback
  • Preis: 6,50 Euro
  • ISBN: 9783848231249
  • Genre: Comedy

Klappentext:

Absolut sarkastisch, zynisch und auch ironisch beschreibt eine junge Frau ihren Alltag, den sie als Verkäuferin auf der Ebay-Plattform erlebt hat. Jeder bekommt sein Fett weg: Kunden, Rechtsanwälte bzw. Abmahnvereine und Ebay. Doch auch über sich selbst kann Romy Fischer lachen.
Bissig, frisch und vor allem frech ist ihre Schreibweise, ihre Erfahrungen in Worte zu fassen….

Ich wusste gar nicht das es eine neue Comedy Schriftstellerin gibt und war schon sehr gespannt auf das Buch. Mit Ebay hat wohl jeder schon mal gute oder schlechte Erfahrungen gemacht. Ich selbst kaufe dort öfters ein und verkaufe auch ab und zu noch gebrauchte Sachen. Früher war ich sogar mal kurze Zeit gewerblich tätig. Romy Fischer berichtet in diesem Buch auch von sich selbst. Sie verkauft nämlich gewerblich Handarbeitssachen, wie Wolle und Schnittmuster. Sie erzählt in ihrer witzigen Schreibweise vom Alltag mit ihren Ebay-Kunden, besonders die E-Mail-Kommunikation ließ mich oft auflachen. Viele dieser Sachen kommen mir sehr bekannt, besonders die Unterteilung der verschiedenen Kauftypen hat sie perfekt getroffen. Was ich nur bestätigen kann. Manche der Käufer meinen der gewerbliche Verkäufer anscheinend reich sind.  Bei einer Abnahme von nur   drei  Produkten fragen sie schon, ob sie das dritte Produkt umsonst bekommen, ein Rabatt gegeben wird oder gleich die Versandkosten erlassen werden.  Was sie anscheinend vergessen, die Preise sind meist eh schon zu niedrig angesetzt der Verkäufer daran kaum einen Verdienst haben. Ging mir genauso. Wenn das Produkt noch so billig gegenüber dem normalen Ladenpreis ist, sie wollen es noch billiger am liebsten gleich geschenkt. Das aber daran Existenzen hängen ist denen egal. Nicht jeder gewerbliche Verkäufer auf Ebay ist ein Großunternehmen, ca. 90 % dort sind Kleinunternehmer und die können natürlich nicht die Preise bieten wie die Großen.

Was Romy Fischer gut dargestellt, das sie jeden Tag immer und immer dieselben Fragen der achso lieben Kundschaft zu beantworten hat, die anscheinend bei Ebay das Lesen verlernt haben oder zu hohe Erwartungen haben. Wie der Platz eins ihrer Hotlist „Wo bleibt meine Bestellung?“ Der Klassiker. Am liebsten sollte die Bestellung noch am selben Tag bzw. schon vorgestern beim Kunden eintreffen. Dass dieses aber nicht möglich ist vergessen die Kunden wohl, denn viele Verkäufer betreiben ihren Ebayshop allein! Und nur als Nebeneinkunft. Das heißt sie üben noch einen anderen Beruf aus und können dadurch nicht 24 Stunden dem Kunden, wie er meint zur Bereitschaft stehen. Irgendwann muss dieser auch schlafen. Oder meinen die, wie Romy Fischer das gut ausdrückt, das Maschinen hinter dem PC sitzen und keine menschlichen Wesen?

Fazit: Alles in einem ist das Buch sehr lesenswert und gibt einen guten Einblick in das Leben eines gewerblichen Verkäufers auf Ebay. (Trifft natürlich genauso auf private Verkäufer zu). Humorvoll geschrieben mit witzigen Anekdoten, die tatsächlich so passiert sind. Wir sollten uns selbst als Ebay Käufer mal überlegen, wie wir eigentlich mit den Verkäufern umgehen. Vielleicht entdeckt sich einer anhand von Romys Fischer Typenangabe.

Habt ihr das Buch auch gelesen? Wie gefällt es euch?

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[Buchrezension] 99 Geschäftsideen

Im Fernsehen hört und sieht jeder oft wie Studenten oder Jungunternehmer auf pfiffige Ideen kommen. Mit denen sie nun ihr Geld verdienen und die sogar zum durchschlagenden Erfolg wurden. Für Gründungswillige gibt es nun ein Buch, das etwas auf die Sprünge helfen soll.

Buchrezension* „99 Geschäftsideen“ von Marion von Kuczkowski

99 Geschäftsideen
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Seiten: 214 broschiert (Taschenbuch)
  • Preis: 14,90 Euro
  • ISBN: 978-1492320531
  • Genre: Ratgeber

Klappentext:Können Sie sich vorstellen, dass man mit Müll ein kleines Vermögen verdienen kann oder dass es Menschen gibt, denen es gelingt, Birnen für 6 Euro das Stück zu verkaufen? Haben Sie eine Idee, wie man Männer für Homeshopping-Partys begeistern kann? Kennen Sie einen Arbeitslosen, der es mit seiner Idee in nur zehn Jahren geschafft hat, ein Unternehmen aufzubauen, das 60 Millionen Euro im Jahr Umsatz macht? Kennen Sie einen Menschen, der seine wahre Berufung erst als Rentner gefunden und mit seiner unbedarften Herangehensweise an seine Idee die Profis ausgetrickst hat und sich nun im hohen Alter internationaler Berühmtheit erfreuen kann? Es sind Geschichten wie diese, die uns begeistern und motivieren und uns zeigen, dass man es schaffen kann, wenn man bereit ist, über den Tellerrand hinwegzuschauen

Meine Meinung: Wer bei diesem Buch jetzt erwartet hier warten ausführlich beschriebene Geschäftsideen mit ausgearbeiteten Strategien wie diese umzusetzen sind. Der ist hier wirklich fehl am Platze. Das Buch gibt einen Denkanstoß zu den bereits bestehenden Erfolgsgeschichten und ermutigt diejenigen die immer noch auf der Suche nach etwas einzigartigem sind. Die hier beschriebenen Ideen sind keine trockenen und lieblosen nacheinander folgenden Aufzählungen wie es wohl der Titel verlauten lässt. Hier erläutert die Autorin lebendig und mit eigenen Erfahrungen bestückt, wie es zu den Ideen überhaupt kam und wie erfolgreich diese nun sind oder bereits waren. Es ist nachvollziehbar was sich diejenigen dabei dachten oder auch nicht. Am Ende jeder dieser Erläuterungen findet sich die Ursprungsquelle, damit sich der Leser selbst davon ein Bild machen kann und sich überzeugen kann das es diese Umsetzung jenes Geschäfts tatsächlich gibt.

Ein paar der genannten Geschäftsideen kannte ich schon. Bei denen dachte ich mir oft“ Warum bist du denn darauf nicht gekommen“ wie beispielsweise dem der gebrauchte Legosteine aufkauft, sortiert und als Sets wieder verkauft. Für mich als Legofan wirklich ein Schlag vor dem Gesicht. Teilweise so simple sind die Geschäftsideen. Oft musste ich beim durchlesen bejahen, dass es eine gute Idee war, auf die man selbst hätte, kommen können aber man tat es eben nicht. Die Autorin selbst zeigt sogar Ideen, auf die anscheinend  keiner gekommen ist. Oder deren Umsetzung noch nicht nach Deutschland ihren Weg fand. Die im Buch benannten Ideen sind nicht etwa verbraucht, zeigen aber das etwas das schon da ist, einfach nur weiter gesponnen werden muss. Nicht einfach kopieren und vielleicht den hundertsten Shop aufmachen der beispielsweise handelsüblichen Schmuck verkauft, sondern weiterdenken ist die Devise. Sich von der Masse abheben.

Ich selbst gehöre zu dem Gründungswilligen. Das Buch bestärkt mich doch, das ich mit meiner Denkweise eigentlich gar nicht so falsch lag und ich es doch endlich mal umsetzen sollte. Bis jetzt hatte ich mich noch nicht getraut, aber wer dachte schon das ich heute mehrere Blogs führe. Das ist auch so eine Sache. Auch alle anderen haben mal klein angefangen und hätten auch nie gedacht das sie mit ihrer eigenwilligen Idee jemals zu Erfolg kämen.

Meine Wertung:

Bestärkt und motiviert Ideen einfach umzusetzen, auch wenn sie noch so absurd erscheinen.

Was hält ihr von dem Buch?

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[Buchrezension] Lost Land – Die erste Nacht

Bei mir war seit 2013, das Lesefieber wieder entfacht. Damals dachte ich mir, ob ich nicht trauen sollte ein Buch rezensieren. Durch Blogg dein Buch  und dem Thienemann Verlag, bekam ich die Gelegenheit dazu. Gut, ich könnte über die Bücher, die ich bereits mein eigen nennen kann, eine 1. Buchrezension  verfassen. Dieses Buch hätte ich mir so nicht gekauft, obwohl das ein Thema ist, was mich interessiert. Es geht um Zombies.

Buchrezension*  Lost Land von Jonathan Maberry

Lost Land
  • Verlag: Thienemann – September 2012
  • Seiten: 528
  • Preis: 16,95 Euro Hardcover
  • ISBN: 9783522201513
  • ab 14

Klappentext: In Mountainside gelten strenge Gesetze. Wer 15 ist, muss selbst für seinen Unterhalt sorgen, anders ist das Überleben nicht möglich. Da er keine Alternative hat, geht Benny Imura bei seinem Bruder in die Lehre, einem bekannten Zombiejäger. Er hasst Tom, den er für den Tod ihrer Eltern verantwortlich macht, hält ihn für skrupel- und verantwortungslos. Doch dann erlebt er einen Jäger, der die Untoten respektiert und versucht, ihnen einen würdevollen Tod zu ermöglichen. Denn sie waren einmal Menschen, die liebten und geliebt wurden. Und er erkennt, dass die wahre Gefahr im Lost Land nicht von ihnen ausgeht. Wirklich kaltblütig sind Menschen wie Rotaugen-Charlie und sein Clan, brutale Herren über Leben und Tod. Als sie Nix, seine Freundin, entführen, zieht Benny an Toms Seite in einen Kampf mit höchst ungewissem Ausgang …

Meine Meinung: Ich habe dieses Buch innerhalb von 2 Stunden durchgelesen, da ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Am Anfang dachte ich, das Buch ist so was Ähnliches wie Resident Evil und Konsorten. Aber hier spielen die Zombies eigentlich nur die Nebenrolle und sind mitleidsbedürftige arme Gestalten, wären sie nicht so beißfreudig. Von Anfang an beschäftigte mich die Frage was Tom wohl so schlimmes getan hat, warum Ben, auch Benny genannt“ seinen Bruder so hasst? Immerhin lebt er bei ihm. Wie kam es zu dieser Katastrophe? Die Stadt Mountainside ist in meinen Augen eher ein Gefängnis als ein Zufluchtsort. Ringsherum Zäune die  Zombies fernhalten sollen. Trotz diesem werden die Fenster und Türen mit Gitter und Schlössern versehen. Leben ist wirklich was anderes. Und auch Jahre nach der Katastrophe redet immer noch kein Erwachsener darüber was in der ersten Nacht und danach wirklich passiert ist.

Das wird den Jugendlichen einfach vorenthalten, aber genau das interessiert sie. Da Benny nun 15 ist, muss er sich gezwungenermaßen einen Job suchen, da ihm sonst seine Rationen reduziert werden. Auf der Suche nach dem passenden bzw. leichtem Job, wie es sich eben Teenager vorstellen wenig Arbeit = viel Lohn, lernt man Berufe kennen, die es wohl ohne die Zombies nicht geben würde. Oder was würdet ihr sagen was der Beruf des „Abfüllers“ wohl ist? Also mir würde dabei wohl schlecht werden.  Am Ende fragt er doch missmutig seinen so bekannten Bruder Tom – dem Zombiejäger – wegen einer Lehre und steigt quasi ins Familiengeschäft ein.

Erst jetzt erfährt Benny das er seinen Bruder falsch eingeschätzt hatte und das nicht die Zombies das eigentliche Übel sind, sondern die Menschen. Aufgezeigt wird das nach so einer Katastrophe sowohl gute, wie auch böse Menschen gibt. Beispielsweise Mönche, die den toten Menschen sogar helfen und jene Kopfgeldjäger wie Rotaugen-Charlie. Die diese auch noch zum Spaß misshandeln müssen, bevor sie diese zur letzten Ruhe geleiten.(Gelinde ausgedrückt) was sind das für Leute? Genau diejenigen, die mit den Lebenden auch nicht zimperlich umgehen. Tom hingegen ist anders, er will den Untoten einen würdevollen Tod bescheren, denn immerhin waren sie mal geliebte Menschen anderer. Wegen eines Bildnisses auf einer Zombiekarte geraten Tom, Benny und Nix leider ins Visier von Rotaugen-Charlie –  der daraufhin Nix entführt. Eine Verfolgungsjagd beginnt, die auch einiges offenbart was im Leichenland – das Land außerhalb Mountainside und gesetzlos vor Sicht geht und das lässt mich oft den Atem stocken.

Mein Eindruck: Die ersten 100 Seiten waren für mich als Horror- und Zombiefan nicht so berauschend. Bin wohl doch zu Action verwöhnt. Anderseits handelt es sich um die Einführung in die Geschichte und man sollte natürlich erstmals mit den Gegebenheiten vertraut gemacht werden. Aber danach war es immer wieder spannend, obwohl ich manches schon voraussehen konnte. Die Erklärung von Tom, wie er die Zombies sieht und die Ansichten anderen haben mich wirklich überrascht. Stellenweise dachte ich „Haben die einen Knall?“. Wie ich wohl reagieren würde in so einer Situation? Das Buch lädt wirklich zum Nachdenken ein, über Dinge die sich auch in unserer Welt widerspiegeln. Beispielsweise der respektvolle Umgang mit anderen Lebewesen.

Was mich eben ein bisschen enttäuscht am Schluss, das meine  Frage wie die Menschen zu Zombies wurden nicht geklärt wurde. Anderseits ist Lost Land erst das 1. Band von 4. Da war irgendwie schon klar als ich den Titel“ Die erste Nacht“ las. Das Ende bleibt also offen und wir werden das wohl erst in den anderen 3 Büchern erfahren. Ich werde sie mir auf jeden Fall mal alle durchlesen – ich will ja wissen, wie es weitergeht.

Was haltet ihr von meiner 1. Buchrezension? Was kann ich besser machen? Und nun stelle ich euch eine Frage, die auch dem Autor gestellt wurden. Welche 5 Dinge würdet ihr mitnehmen bei einer Zombie- Apokalypse?

*Afflilink